Patientenschaft und (Haus-)Ärzte leiden unter dem gleichen Problem: Immer weniger Ertrag für immer größeren Aufwand!
Wir fühlen uns von Politikern aller Parteien schlecht oder gar nicht vertreten.
Politiker sprechen von der Stärkung der Hausärzte, wir haben auch mehr Patienten, mehr Verantwortung, mehr Verwaltungs- und Papierkram, aber leider bei mehr Arbeit kein größeres Einkommen!
Wir hören und lesen von Gesundheitsexperten und von Vertretern der Krankenkassen, die nach unserer Auffassung keine Ahnung von den eigentlichen Vorgängen und Problemen im Gesundheitswesen haben.
Wir wundern uns, dass ausgerechnet jene Kreise der Ärzteschaft, die sich in guten Zeiten wenig oder überhaupt nicht um die Sorgen der Haus- und Kinderärzte gekümmert haben, jetzt „Solidarität“ und „gemeinsames Handeln“ aller Ärzte fordern.
Wir setzen uns als niedergelassene Hausärzte ein für
- den Abbau des schriftlichen Verwaltungsaufwandes mit den Krankenkassen
- die Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Kassen, statt schikanöser Kontrollen
- die Verwendung der Versichertenbeiträge für Behandlung statt Verwaltung
- den Abbau von Verschwendung durch unnötige oder mehrfache Untersuchungen und Behandlungen, und durch nichtgerechtfertigte Inanspruchnahmen
- die Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb der Ärzteschaft
- die Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern
- die Verbesserung der Qualität ärztlicher Behandlung
- eine gerechte Bezahlung für die ärztliche Tätigkeit
- eine offene Diskussion, was zukünftig im Gesundheitswesen bezahlt werden kann und soll, statt falscher, vollmundiger, politischer Versprechungen in den Medien und gleichzeitiger Verschlechterung in der Realität
- den Erhalt des selbstständigen Arztberufes in eigener Praxis statt ausschließlicher Behandlung durch angestellte Klinik- und Kassenärzte
- den Erhalt des Solidaritätsprinzips unter verbesserter Einbeziehung aller gesellschaftlichen Gruppen
- eine stärkere und entscheidende Beteiligung von Hausärzten im politischen Reformprozess